Wenn ich auf Wanderschaft geh…

Gerne hinterlasse ich heute mal einen Gastbeitrag auf Deinem Blog, liebe Nina.

Wer bin ich eigentlich? Kathleen mein Name – und eigentlich bin ich mehr auf dem Rad oder zu Fuß in schnellerem Tempo unterwegs. Doch gehe ich hin und wieder auch mal gerne in den Wald und Ninas Lauflust und großes Vorhaben, haben mich auch etwas beflügelt, meine Schuhe zu schnüren und die Umgebung zu erkunden. Zwar hat es am Sonntag nicht mit einer gemeinsamen Wanderung geklappt, aber ich war (warum auch immer) total motiviert und wollte los.

Da zu Zeiten von Olympia und einer zusätzlichen Verletzung auch nicht auf meinen Mann zu setzen war, zog ich alleine los…das erste Mal!

Bevor es losging, musste natürlich erst mal ein passender Weg gefunden werden. Ziel war um die 10 km, für mehr sollten es ein paar mehr Wanderungen sein. Nach kurzer Internetsuche, habe ich mich für das Gebiet „Wilde Weddenfeld“ um Elte (Rheine) entschieden – gehört schon zu den Hermannshöhen, sollte also einigermaßen ausgeschildert sein. Ein kurzer Screenshot zur groben Orientierung und ein aufgeladenes Handy sollten reichen. Dann schnürte ich meinen kleinen Radrucksack mit Wasser, ein wenig Verpflegung und einem Notgroschen.

Dann machte ich mich zunächst mit dem Auto auf zum Startpunkt, hatte hierfür Elte zum Weddenfeld eingegeben und das war auch genau richtig, in der Nähe habe ich dann einfach am Wegesrand geparkt und los ging es.

Laut meines kleinen Screenshots sollte am Schmidts-Kämpken, Höhe Am Kellersberg direkt rechts ein Weg rein führen, das passte nicht ganz aber etwas weiter oben, gab es dann tatsächlich einen Waldweg, dem ich dann folgte…genau 100 m…dann war er zu Ende und ich stand im Wald. Versuchte es erst weiter und stieg über ein paar Sträucher, doch der Weg war weg. Den Weg zurück hatte ich dann auch nicht mehr gefunden, also hieß es wieder über Büsche und Sträucher links halten und hoffen, dass ich gleich wieder auf dem Hauptweg an der Wohnsiedlung bin. Nach knapp 10 minütiger Verirrung war ich dann wieder auf dem richtigen Weg angekommen. Dann dachte ich mir, Handy weg und erst mal auf asphaltierter Straße weiterlaufen. Siehe da, nach weiteren 5 Minuten war ich dann auch tatsächlich auf dem eigentlichen Wanderweg angekommen.

An der ersten großen Gabelung (Gottkenweg, Hinterdingweg) nahm ich dann auch die Hinweisschilder zum Wanderweg „Hermannshöhe“ wahr, jippie, dachte ich. Ich hielt mich rechts und folgte dem Gottkenweg und wenig später war ich an der nächsten Gabelung waren dann auch Wegweiser mit Entfernungen. Hier sah ich, dass ich quasi fast im Kreis und am südlichen Ende des Waldstückes angekommen war. Also wäre ich jetzt nochmal rechts abgebogen wäre ich wieder am Anfang angekommen, aber das wollte ich natürlich nicht. 😉 Ich entschied mich weiter an den Hermannshöhen in Richtung Bevergern, ob ich das (weitere 5,6 km 1 Weg) aber wirklich schaffe, wusste ich nicht so genau. Aber mir war ein Ziel auch gar nicht so wichtig, sondern eigentlich nur, einfach unterwegs zu sein.

Der Weg war relativ gut zu laufen, teilweise etwas schlammig aber besser zu Fuß als mit Rad, wie ich auch zu mir entgegenkommenden Radfahrern sagte. Generell ist der sogenannte Wanderweg doch eher ein Radweg und die meisten dachten sich wahrscheinlich auch, was macht sie nur hier so allein mit ihrem roten Rucksack, dem lilafarbenen Shirt und der hellgrünen Weste – meine Antworte wäre: wandern, einfach wandern und entspannen.

Als ich richtig gut in Schwung war, meldete sich plötzlich mein Körper und ich bekam ein ziemlich starkes Stechen im Unterbauch aber jetzt schon aufgeben? Och nö dachte ich und lief erst mal langsam weiter und machte wenig später eine kurze Trink und Müsli-Pause und weiter ging es. Leider kam etwas später mein Knie noch hinzu und so wechselte sich das Ganze immer wieder ab. Daher war klar, ganz nach Bevergern werde ich es nicht schaffen aber ein Stückchen wollte ich doch noch und mit der Zeit wurde es auch wieder besser und ich genoss die Natur. Ca. 2 km vor Bevergern entschloss ich dann den Heimweg anzutreten und Google Maps zeigte mir auch an, dass die Entfernung von meinem Ausgangsort doch schon recht weit war. Den gleichen Weg wollte ich jedoch nicht zurück laufen und nahm daher ca. 1 km Landstraße in Kauf. Dann ging es wieder ab in den Wald. Vorher half ich noch einem Radfahr-Pärchen den Weg so ungefähr Richtung Emsdetten und ich glaube es war der richtige Weg…

Die letzten km flogen dann eigentlich nur noch so an mir vorbei und nach knapp zwei Stunden war ich dann schon etwas traurig, dass es gefühlt doch so schnell vorbei war – aber es Spaß gemacht. Insgesamt waren es ca. 9 km, nicht das meiste aber für das erste mal allein unterwegs fand ich es doch ganz gut und das (fast) ohne mich verlaufen zu haben. 😉

Ach ja dann war da noch was, auf dem Weg sah ich häufiger das Hinweisschild zum Splenterkotten. Also dachte ich, schaue ich mal kurz vorbei, vielleicht haben die ja einen Wintergarten und ja, so war es auch und ich gönnte mir einen Cappuccino und ein Stück Kuchen bevor ich mich zurück auf den Heimweg machte.

 

 

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Ein Kommentar zu „Wenn ich auf Wanderschaft geh…

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