Töddenroute / Alter Handelsweg

Mitte Februar 2017 sollte es endlich mal wieder eine längere Wander-Strecke werden! Aber wohin? Nach einiger Recherche im Internet kam ich auf den sogenannten Töddenweg – ein alter Handelsweg der von Osnabrück bis nach Oldenzaal  – und sogar noch weiter bis nach Deventer geht.  (Der Töddenweg gehört zum Wiehengebirgsverband Weser-Ems) Direkt vor meiner Haustüre führt er entlang – gekennzeichnet mit einem „T„. Natürlich wollte ich nicht bis nach Oldenzaal wandern, aber bis nach Schüttorf – Genaus Ziel: Restaurant „Else am See„. Das sollten dann von meiner Haustüre bis zu Else ca. 22km sein – ein machbares Vorhaben und Ziel. Als Wanderpartnerin wollte mich Karin unterstützen – mit ihr hatte ich vereinbart, dass wir uns ca. nach 7 km ab meinem Startpunkt bei Gut Stovern in Salzbergen treten würden. Punkt 10 Uhr, Samstagmorgens,  machte ich meine Wanderschuhe zu – es war nicht zu kalt und zum Glück war es auch nicht am regnen. Ich war sogar einigermaßen fit, obwohl ich abends zuvor ein paar Ladies zu Besuch hatte und ich doch mehr als 1-2 Sekt hatte….. 🙂 (näheres zu den Ladies: http://www.rt-rheine.de)

Es kommen schon einige Sehenswürdigkeiten auf meiner eigentlichen Walking-Strecke, Kunst in der Natur sozusagen:

Noch ist der Himmel grau, aber das macht meiner Wander-Laune keinen Abbruch. Nach ca. 2 km kommt das schöne Schloss Bentlage. Hier kann man z.B. auch heiraten – wenn man möchte 🙂 Es gibt auch ein Café, High Tea heißt es, leider habe ich es noch nicht getestet – hörte aber schon viel Gutes! Auch finden hier regelmäßig Kunstausstellungen statt. Und hier ist auch die Europäische Märchengesellschaft zuhause. In den beiden kleineren Häusern vor dem Schloss Bentlage kann man übrigens auch übernachten – das wäre doch mal ein Spaß, oder?

Nach Schloss Bentlage gehts weiter durch den Bentlager Wald – immer dem „T“ folgend – viele Leute sind zu dieser Uhrzeit noch nicht unterwegs – es überholen mich nur ganz wenige Jogger, dabei ist das Wetter eigentlich ziemlich gut zum laufen. Nun gelange ich auch wieder an die Ems und laufe unter der stark befahrenen B70 drunter her.

Laut meinen Unterlagen / meines Plans lag ich aber nicht so ganz in der Zeit, obwohl ich gewiss nicht langsam lief. Ich rief vorsichtshalber Karin an, dass ich es zu der bestimmten Uhrzeit evtl. nicht schaffen würde. Ab der dritten Schleuse sollte der Weg links gehen…. aber die „T„-Zeichen verliefen geradeaus… was machen?????? Ich lief erstmal den „T„s hinterher….

Aber irgendwann merkte ich, dass es einfach nicht mit meiner Karte übereinpasste… und ich war ganz schön stinkig… ehrlich gesagt war ich seeeeehr stinkig und machte kehrt und versuchte mir irgendwie einen Weg zu suchen… an Bauernhöfen vorbei und dann Richtung Hauptstraße (Salzbergener Straße) – wo Karin dann nun auf mich treffen wollte… ausserdem legte ich einen bzw zwei Schritte zu, weil ich brastig war und ich Karin nicht so lange warten lassen wollte. Ein langes Stück musste ich dann an der vielbefahrenden Straße entlanglaufen – was meine Laune ziemlich nach unten riss… nääää, ich war nicht gut drauf… ich hätt wohl komplett umdrehen können!!!!! Aber dann irgendwann sah ich Karin, die mich sofort wieder aufbaute und wir mussten gemeinsam lachen und gingen sofort los …. denn wir waren dann doch wieder am richtigen „T“ Weg!!!! (hier zeige ich euch die Karte, das Stück, wo ich mich verlaufen habe…. die rosa Punkte stellen mich dar… ca. ein Umweg von 2-3 km… schon dämlich… aber ich muss das nochmal nachholen und den anderen Weg durchlaufen, ob ich dann auch an der Salzbergener Straße bei der Überquerung angekommen wäre….). (Ergänzung /Nachtrag: siehe weiter unten! Habe Anfang April 2017 einen neuen Anlauf gemacht! Lese hier in diesem Beitrag weiter unten dazu!)

bildschirmfoto-2017-02-20-um-09-03-58Wenn ich mir das Bild / die Karte jetzt nochmal ansehe und schaue, wo ich hergelaufen bin (rosa Punkte) werd ich echt grad sauer – auf mich… und auf wen auch immer!!!! 🙂 So, aber jetzt ist es auch wieder gut und hier zeige ich euch noch die Kartenansicht:

bildschirmfoto-2017-02-13-um-14-09-05
von Rheine nach Schüttorf, Ziel Else am See in Schüttorf, ca. 22km, Töddenweg

Da Karin sich etwas in Salzbergen und Umgebung auskennt und sie zuvor ein Opa angesprochen hat (auf dem Land und in Salzbergen ist man wohl mit Rucksack eine Sehenswürdigkeit…) und er bestätigte, dass „hier“ der Töddenweg entlang läuft, konnten wir unsere Strecke weitersetzen, mit einem guten Schritttempo, so empfand ich es zumindest. Dadurch, das wir beiden uns viel zu erzählen hatte, habe ich gar nicht so sehr auf den Weg geachtet und somit auch eindeutig viel weniger Fotos gemacht. An einer Weggabelung kam dann allerdings diese sehr nützliche Hinweistafel:

img_1449

Beschwingt ging es durch die Bauernschaft von Salzbergen, Steide muss das gewesen sein. Nach einiger Zeit kam auch das wirklich wunderschöne Gut Stovern – ich hatte ehrlich gesagt bis hierhin noch nie davon gehört… ganz versteckt im Wald befindet sich dieses tolle Anwesen.

Kurz darauf suchten wir uns ein kleines Plätzchen zum picknicken /rasten / pausieren – ich hatte viele kleine Leckereien dabei, die ich gerne mit meiner Wanderpartnerin teilte. Abends zuvor hatte ich ja Gäste und jede sollte eine Kleinigkeit zu essen mitbringen – so kamen viele verschiedene Köstlichkeiten auf den Tisch und ein paar übriggebliebene Dinge durfte ich behalten… 🙂 Perfekt! … ich muss gestehen, meine Beine meldeten sich zu diesem Zeitpunkt schon ein klein wenig – etwas schwer wurden sie schon – aber meine noch neuen Wanderschuhe sitzen sehr gut und ich hatte auch mal wieder meine „Trombose“ Strümpfe an, die auch echt gut sind.

Über die Hälfte hatten wir nun schon geschafft und das Wetter wurde immer besser, die Sonne ließ sich ebenfalls blicken! Überall hörte man Säge-Geräusche – denn viele wollten nun Kamin-Holz haben und sägen. Immer näher kamen wir unserem Ziel – und wir freuten uns schon auf ein schönes und verdientes Bier und tatsächlich auf etwas zu Essen.

Der Töddenweg war übrigens doch noch sehr gut gekennzeichnet und man konnte sich auf die „T„s verlassen. Als wir bei Schüttorf waren, mussten wir aber den alten Handelsweg verlassen und maschierten an einer Landstraße und später durch den Ort und durch Wohngebiete um zu „Else am See„zu kommen. Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir 3 verschiedene Bossel / Kloat-schieten Gruppen gesehen – aber keine von den Gruppen hat uns ein Schnäppschen angeboten… herzlichen dank – ich hätte gerne einen genommen!  🙂 Nichts desto trotz waren wir nach guten 5,5 Stunden (und ich ca. 23-24km) endlich da und konnten das schöne Anbiete im „Else am See“ genießen. Insgesamt war es ein schöner und abwechslungsreicher Weg – Wald / Wiese / Straße / Bauernhöfe / Natur – und so schön ist es bei uns in der Gegend und um Rheine herum! Sooo, und wohin geht es Nächstes??

ninawandertlos_logo

Nachtrag / Ergänzung April 2017: Hallo nochmal! Nachdem ich mich ja da ein Stück ab der dritten Schleuse verlaufen habe, wollte ich der Sache noch mal auf den Grund gehen! Also: bitte folgt den ‚T“s ab der dritten Schleuse durch den Wald! Das ist der richtige Weg!

 

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