Wandern mit Manuel Andrack – Teutoschleife Dörenther Klippen

Letztens las ich in der Zeitung, dass Manuel Andrack eine Führung in Ibbenbüren machen wollte – und zwar die Teutoschleife Dörenther Klippen. Ende April 2017 sollte es stattfinden. Eine Anmeldung dafür war nicht nötig, so sagte man mir beim Tourismusverband Tecklenburg – die diese Veranstaltung organisierte. Ich notierte mir den Termin; wenn ich es zeitlich schaffen würde, würde ich diese letzte Wanderung als Übung für meine kurz bevorstehende etwas längere Wanderung nutzen. Ich hatte es mir dann fest vorgenommen, dort aufzutauchen, aber einen Abend vorher war ich noch auf einer etwas größeren Party meiner Tenniskollegin Kathi eingeladen…. und wer mich kennt… weiß, dass ich oft nicht nein sagen kann … zu einem Glas Sekt oder ein letztes Bierchen oder oder oder …. 😉 Aber: ich hatte dann den Absprung von der Party doch noch rechtzeitig geschafft, sodass ich bei einfach genialem Wetter, etwas noch in Sektlaune, pünktlich kurz vor 11 Uhr am Startpunkt sein konnte – der Startpunkt war die Almhütte – die halt etwas höher auf dem Berg liegt – und als ich dort ankam verfluchte ich die am gestrigen Tag gerauchten Zigaretten… :/   Etwas aus der Puste war ich dann bei der Almhütte — und noch 130 andere Wandersleute auch- mit soviel Andrang hatte ich nicht gerechnet. Aber der Parkplatz unten war auch schon sehr voll gewesen und ich fand mit meinem kleinen Auto noch eine letzte kleine Lücke.

Die Teutoschleife Dörenther Klippen ist ca. 9 km lang und ist gut zu schaffen, das dachten sich wohl viele… einige kamen mit voller Wanderausrüstung, einige in sportlichen Sachen und ein paar wenige auch in „normalen“ Klamotten. Der Altersdurchschnitt lag wohl doch etwas über 50 plus ca. Ein ganz paar lokale „Prominente“ waren auch vor Ort: Stefan Streit (Bürgermeister von Tecklenburg) und Dr. Marc Schrameyer (Bürgermeister von Ibbenbüren) und auch Dr. Klaus Effing (Landrat Kreis Steinfurt) u.a. – sie waren gut zu erkennen; denn sie hatten chicke neue grüne Jacken an – hinten stand das Logo „Teutoschleifen“ – einige fragten unterwegs wo es denn die Jacken zu kaufen gäbe (Antwort: http://www.tecklenburg-touristik.de) Kurz nach 11 Uhr kam dann Herr Andrack aus der Almhütte, verschaffte sich einen Überblick, und war auch wohl etwas erstaunt über soviele Wanderwütige. Ich stand neben einen Stein und diesen wählte Herr Andrack aus und stellte sich dadrauf um uns zu begrüßen und uns ein paar Infos zu geben und schon ging es los. Über einen kleinen schmalen Pfad machten wir uns auf zur Teutoschleife – und da merkte man direkt, dass soviele Leute eigentlich zum wandern nicht soooo vorteilhaft sind.


Oben angekommen hatten wir eine wunderschöne Sicht auf Ibbenbüren und auf die Preussag ( http://www.rag.de/unter-tage/bergwerk-ibbenbueren ). Wir liefen weiter, eine lange Schlange hintereinander… ehrlich gesagt machte es mir keinen Spaß… ich musste mir von den Leuten vor- oder hinter mir Gespräche anhören, auf die ich keine Lust hatte. Hier und da gab es Klugscheisser und einfach Leute, die sich gerne selber reden hören und einfach mal nicht ihren Brabbel halten können. Auch sind wir ohne ein Wort zu verschwenden am Kriegerdenkmal vorbeimaschiert. Nach ca 30 Minuten gab es die erste kleine Pause und Manuel Andrack gab eine erste Erläuterung, warum Männer anders wandern als Frauen.

Nach der kleinen Pause ging es weiter, etwas bergab, wo die lange Wander -Schlange etwas auseinander gerissen wurde. Auf diesem Stück, Richtung Brochterbeck, gab es einen kleinen TrimmDich Parcours.


Ich habe aber keines der Aufgaben gemacht – ich wollte die Gruppe ja auch nicht aufhalten – gute Ausrede, ne? 😉 In der Nähe vom Bocketal gab es noch eine kleine nette Pause. Der Tecklenburger Bürgermeister trällerte tatsächlich ein Lied über Wacholder aus dem Bocketal – sehr amüsant! Außerdem gab es eine Laugenstange und einen Apfelsaft zur Stärkung! Der war wirklich lecker – den gibt es ebenfalls zu kaufen (Kontakt auch wieder über das Tourismus Büro in Tecklenburg).

Ab hier kam ich mit einer sehr netten Frau in Gespräch und wir unterhielten uns als es weiterging. An der kleinen Obstplantage vorbei bis zum Drei Kaiser Stuhl – dank traumhaftem Wetter auch mit traumhaften Ausblick.


Den einen großen Fels nahm Herr Andrack dann zum Anass ihn etwas zu besteigen, er nahm sein Buch hervor und las ein kleines Stück daraus vor. Er ist wirklich sehr humorvoll und weiß die Leute zu unterhalten. Er hat eine sehr nette und angenehme Art.


Weiter ging es mit gutem Schritttempo Richtung Hockendes Weib, vorbei an Wiesen – was leben wir doch schön im Münsterland…


Und hier das Hockende Weib von unten – an den Felsformationen waren auch einige Kletterer, die das tolle und sonnige Wetter nutzten.

Hier die Sage zum Hockenden Weib:

In alter Zeit strömten die Fluten des Meeres oft tief ins Land bis an die Berge. In einer Hütte am Fuße der Dörenther Klippen wohnte eine Frau mit ihren Kindern. Als nun die Flut nahte, nahm sie ihre Kinder auf den Arm und trug sie auf den Berg. Mit Entsetzen sah sie, wie das Wasser weiter stieg. Als es bis an ihre Füße reichte, hockte sie sich hin und befahl den Kindern auf ihre Schultern zu steigen und fing an zu beten. Als sie sich aufrichten wollte, war sie zu einem Felsblock geworden, der aus den Fluten ragte und ihre Kinder trug.

So, genug kulturelles! Wir liefen bergauf (ich verfluchte wieder das Rauchen) und endeten ca. 2,5 Stündige Tour wieder an der Almhütte, wo es für mich ein feines Radler gab! Ich sprach Herrn Andrack an, ob er noch einen letzten ultimativen Tipp für mich für den Jakobsweg hätte…. nein, hatte er leider nicht… spaßeshalber meinte er zu mir: lassen Sie es lieber…


Zum Schluss ging ich noch auf die Plattform oben bei der Almhütte – seht selber:


Leute, ich freue mich arg! Nur noch ein paar Tage dann gehts los. Ich denke, ich habe sogut wie alles – alles was ich nicht habe, kaufe ich dort oder werde halt drauf verzichten. Allerdings kommt nun doch der Bammel – die Hin- und Anreise wird (für mich) nicht einfach…. ob das alles klappt???? Aaaahhhhh 😉    Ich werde versuchen, jeden dritten Tag ca diesen Blog zu aktualisieren und zu berichten…

Nina

 

Nachtrag: hier noch der Zeitungsbericht und noch ein Bild… 🙂

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2 Kommentare zu „Wandern mit Manuel Andrack – Teutoschleife Dörenther Klippen

  1. Hallo Nina! Du wirst das schon schaffen! Mein Bruder war der Meinung, dass ich das Foto mit Manuel gemacht habe? Sie hören von meinem Anwalt… nee, Quatsch, das war ein super-Wanderwochenende, hat riesig Spaß gemacht! Die Almhütte ist wunderbar! Rauchen und Wandern – scheiß drauf, dat isset! Ich hab heute erfahren, dass ne befreundete Schauspielerin gestorben ist (Marie-Agnes Reintgen, Frau Küppers bei den „Anrheinern“ und auch sonst viel Theater und Zeug)… Naja, egal, nee, nicht egal, sehr traurig… Denk bitte ein wenig an sie auf Deinem Weg… liebe Grüße aus Düdo!
    Peter

    Gefällt 1 Person

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