Allererster Tag 

Allererster Tag, Alles neu, Abschied, Alleinsein, Anfang, Abstand, Auszeit, Achherrjeminieeee 😉

Endlich ist es soweit! Meine Reise beginnt. Fast ein Jahr habe ich es geplant und überlegt und habe mir viele Gedanken gemacht. Aber nun ist der Tag endlich gekommen! Die Anreise das St. Jean ist nicht ganz so einfach. Es gibt viele Möglichkeiten dort hinzukommen. Die Anreise war für mich eine wirklich große Herausforderung. Andere machen das sicher im Handumdrehen, aber für mich war das wirklich ein hin- und her. Und doch mit viel Bammel verbunden.


Eine Woche vor meiner Abreise habe ich mich mit Freunden zum Kaffee getroffen, bin mit anderen Freunden essen gegangen, habe mit einer „neuen“ Pilgerbekannten telefoniert und zum Schluss war ich noch auf einer tollen Party gewesen. Vielen Dank an alle, die mir „alles Gute“ gewünscht haben und sogar ein paar Präsente gemacht haben

!


Und alles neu: die Haare mussten noch apppp


Ganz früh sonntags morgens hat mich eine Freundin nach Münster zum Bahnhof gebracht, bei der Verabschiedung kullerten dann doch ein zwei Mini Tränchen. Vor Angst, vor Freude, vor dem Unbekanntem, vor Anspannung… In Duisburg der Umstieg klappte gut und Zack war ich am Flughafen Düsseldorf. Auch dort fand ich mich schnell zurecht und hatte keine Probleme. Meine erste Hürde war also geschafft. Am Gate sprach mich eine Frau an, sie sah meinen Outdoor Pilgerführer und schon waren wir im Gespräch. Es war auch ihre erste Pilgereise ins Ausland; ihr Weg sollte aber der Küstenweg sein (ich mache ja den französischen Weg) Im Flugzeug saß ich am Fenster, erst gab es nur Wolken aber irgendwann über Frankreich hatte ich eine tolle Sicht auf das Land. Auch über Spanien war es schön und die Landung brachte mich ins sonnige Bilbao. Meinen Rucksack nahm ich unbeschadet entgegen. Mit dem Bus wollte ich nach Bilbao rein und dann zur „Central Bus Station“ – auch das klappte sofort. Dort angekommen hatte ich noch Zeit bis mein flixbus kommen würde, und schon hatte ich die nächste Pilgerin getroffen. Wir unterhielten uns lange und ich hörte ihr gerne zu, denn sie war sehr Pilgererfahren. Lustigerweise kommt sie aus meiner Nähe. Sie wird auch den CF laufen, wollte aber über Pamplona fahren. Vielleicht begegnen wir uns ja auf dem Weg? (Ich werde es dann berichten). Irgendwann kam dann mein Bus der mich nach Bayonne (Frankreich) bringen sollte. Auch hier verlief alles reibungslos! Ich kann es irgendwie war nicht glauben…. 😉  In. Bayonne war ich dann ca gegen 18.30 Uhr und fand relativ problemlos meine vorher reservierte private Unterkunft (Albgue Bayonne). Ich teile mir dort mit zwei anderen einen kleinen Schlafraum, die Wohnung in der das „Herbergs-“ Paar wohnt dürfen wir benutzen – und so sitze ich gerade in deren süßen Wohnzimmer und schreibe diese Zeilen. Nach einer schnellen und doch sehr benötigten Dusche bin ich dann ins wunderschöne Bayonne gegangen um noch was zu essen. Direkt durch den Ort fließt die Nive. Das Wetter ist einfach perfekt, die Abendsonne ließ die Stadt noch schöner wirken.

Ein kleines Café war schnell ausgemacht, es lag etwas ruhiger. Aber was sollte ich bestellen?? Ich fragte den Kellner, sehr nettttt 😉 übrigens, und der hätte mir auch alles verkaufen können… ich bestellte einfach irgendwas und hatte echt keinen Plan was mich erwartete… und ein Glas Wein selbstverständlich! Meine Wahl hätte besser nicht sein können, es schmeckte hervorragend!!!!


Sieht nach wenig aus, reichte aber voll und ganz!

Mein erster Tag war also unbegründet von vorherigem Bammel verlaufen! Ich habe mich nicht verirrt, bin dort angekommen wo ich hinwollte, habe eine nette Unterkunft, habe schon gute Gespräche geführt und kann nur hoffen, dass so halbwegs weiterläuft….

Ich werde versuchen ca alle drei Tage etwas über „meinen Weg“ zu schreiben. Ich freue mich! Bin gespannt! Und aufgeregt! Aber der heutige Tag lässt mich zuversichtlich dreinblicken!

Advertisements

8 Kommentare zu „Allererster Tag 

  1. ich wohne in der Nähe von Aachen. Dort bietet sich eine recht komfortable Anreise nach Saint Jean Pied de Port an und zwar mit der Bahn: Ich steige in Aachen in den französischen Schnellzug THALY, der von Köln nach Paris Nord fährt. Dort muss man zum Bahnhof Montparnasse wechseln. Der TGV gehet dann von Montparnasse durch bis Bayonne. In Bayonne erreicht man noch den letzten Zug nach Saint Jean… dortige Ankunft gegen 19.30…. also Anreise ohne Zwischenübernachtung und preiswerter als mit dem Flugzeug.

    Gefällt mir

  2. Super, dass es gut geklappt hat! Ich drück dir die Daumen und wünsche dir viel Freude, neue Erkenntnisse und Gesundheit 😉 Bin gespannt wie es weiter geht 😀
    Viele Grüße
    Sabrina

    Gefällt 1 Person

  3. Liebe Nina, dem Bild nach zu urteilen hattest du Chipirones à la plancha …mjam mjam! das ist ein Klassiker der baskischen Küche hier und superlecker!
    Verlass‘ dich weiterhin auf deinen Schutzengel – der sorgt ja ganz offensichtlich hervorragend für dich!
    Ganz herzlichen Gruß und weiterhin buen camino!
    Ultreia
    Catharina

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s