Es läuft…

… oder besser: ich laufe..

Tag 6+7+8, Etappe 5+6+7 

Von Cizur nach Maneru (ca. 24 km), Etappe 5

Morgens ging es früh los um 6.30 Uhr, die Nacht war ok, und ich war (fast) bereit für den ankommenden Anstieg. Es ging hoch zu den Windrädern und natürlich zum „Puerto del Perdon“.


Der Abstieg von hier ging direkt los und ich war schon etwas sauer… jetzt war ich gerade hochgestiefelt, war oben angekommen, und dann ging es direkt bergab… man man man. Und der Abstieg hatte es auch in sich… ziemlich steil und alles nur Steine- da musste man echt aufpassen. Aber: hat alles geklappt. Mein nächstes Ziel war die Stadt Puente la Reina, wo ich an der Brücke eine Pause einlegte und endlich meine Muschelohrringe kaufte (ich hab ja sowenig Ohrringe..) 

Da ich noch etwas Energie hatte ging in einen Ort weiter nach Maneru. Wo ich eine nette Herberge fand, mit kleinem Garten (und richtig gutem Badezimmer). Den Abend beendete ich mit etwas Bier und einem netten Gespräch mit einem Berliner.


Etappe 6, von Maneru nach Villamayor de Monjardin (ca. 28 km)

Irgendwie war ich morgens früh wach…und habe wohl andere geweckt. Denn ich hatte abends meinen Rucksack noch nicht gepackt. Der Rucksack ist eh so eine Sache… noch sind wir keine besten Freunde… ich muss mich erstmal daran gewöhnen – was wo ist, was ich gebrauche und das ich abends die Sachen so zurecht lege, das morgens alles fix geht und ohne viel TamTam. So früh morgens gibt’s aber einfach die schönsten Augenblicke, es ist wirklich herrlich!


Die nächste etwas größere Stadt war Estella, in der ich eine kleine Pause einlegte. Komischerweise fielen mir dort nur die Polizisten auf Pferden auf… 😉 Mein nächsten „Ziel“ sollte endlich der Weinbrunnen (Bodegas Irache) sein – ich freute mich schon. Vorher musste ich mich noch einen Berg hochquälen – und später erfuhr ich dann, das ich den Anstieg auch hätte umgehen können…
Als ich ankam war ich leicht enttäuscht… ich dachte, es wäre alles irgendwie „netter“ am Weinbrunnen, war es aber leider nicht. Ich hab mir dann schön etwas Wein in meine Plastikflasche gefüllt und bin beschwingt weiter zu meiner kirchlichen Herberge Hogar Mojardin. Die boten abends eine Art Meditation an, aber da war ich schon am schlafen.

Etappe 7, von Villamayor de Monjardin nach Viana (ca. 31,5 km)

Um 6 Uhr ging es diesmal los und erst hatte ich die Landschaft für mich alleine, aber kurze Zeit später wurde ich von ein paar anderen Pilgern (zurecht) überholt. Dennoch genoss ich die Augenblicke und die Ausblicke und den morgendlichen Duft.


Es sollte ein langer Tag werden und so füllte ich meinen Wasservorrat am nächsten Brunnen auf. Brunnen gibt es einige auf dem Weg (ein paar mehr könnten es vielleicht schon sein). Im Pilgerbuch wird aber darauf hingewiesen und das ist echt hilfreich! Das Brunnenwasser ist meist gechlort und schmeckt nicht jedem – aber bis jetzt vertrage ich es. Supermärkte oder kleine Kioske oder sogar manchmal mobile Kioske finden sich oft auf dem Weg – zum Glück! Angekommen in Torres del Rio machte ich eine Pause in einem netten Restaurant und genoss ein verdientes Bier mit einer neuen Pilgerbekanntschaft. Man lernt hier relativ schnell, wenn man möchte, irgendjemanden kennen – das ist richtig schön! Jetzt folgten 11 letzte und harte (für mich) Kilometer nach Viana. Und auch wieder etwas bergauf und schön in der Sonne, und die letzten 7 Kilometer haben mich dann echt fertig gemacht. Und zu der mir ausgewählten Herberge musste ich auch noch hochlaufen, zum Glück bekam ich eines der letzten Betten. Mein Zimmer und Bad gefiel mir zwar gar nicht, aber ich war froh über die geschaffte Etappe. Schönerweise traf ich dort in Viana einige bekannte Gesichter wieder, die ich schon aus den Augen verloren hatte. Da das Essen in den Bars dort relativ teuer war, gab es Pizza aus der Mikrowelle- und sie schmeckte trotzdem und gerade deswegen! Ein harter aber erfolgreicher Tag ging zuende und ich hatte einen wunderschönen Ausblick! 

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